KreisVolkshochschule
Neuwied e.V.

Mit Kindern im Gespräch - Qualifizierung von Sprachförderkräften in RLP nach dem neuen Curriculum aus 2018 (ausgefallen)

Fortbildung für Erzieher/-innen
Qualifizierung
Auf der Grundlage aktueller theoretischer und empirischer Erkenntnisse wurde das neue Curriculum zur Qualifizierung von Sprachförderkräften für das Land RLP entwickelt. Im Mittelpunkt steht weniger die Vermittlung von Fachwissen, sondern vielmehr die Erweiterung der Interaktions- bzw. Anregungsqualität. Die bewusste Gestaltung länger anhaltender herausfordernder Gespräche zwischen Fachkraft und Kind erhöht erwiesenermaßen die Prozessqualität im Bereich Sprachbildung / Sprachförderung. Die Qualifizierung vermittelt Sprachförderstrategien und Handlungskompetenzen in unterschiedlichen Bildungssituationen, um die additive Sprachförderung als auch die alltagsintegrierte Sprachbildung für Kinder von 2 - 6 Jahren erfolgreich umsetzen zu können.

Die Anwendung der Sprachförderstrategien in Schlüsselsituationen wird jeweils als Praxisaufgabe zwischen zwei Modulen durchgeführt und dokumentiert (Transskript oder Videografie).

Abschlusszertifikat
Voraussetzung für das Zertifikat ist das Durchlaufen aller 9 Module. Außerdem müssen acht Praxisaufgaben erledigt werden, vier davon mit Videosequenzen aus der eigenen Arbeit.

Teilnahmevoraussetzung
Die Qualifizierung richtet sich an alle interessierten Personen mit einschlägiger Basisqualifikation (Erzieher/-innen, Grundschullehrer/-innen, DaZ-Lehrkräfte, Logopäden/-innen, Sozialpädagogen/-innen, Heilpädagogen/-innen).  

Alle Sprachförderkräfte, die nach dem bisherigen Qualifizierungskonzept „Sprache – Schlüssel zur Welt“ fortgebildet sind, sind herzlich eingeladen, an der neuen Qualifizierung oder an der Ergänzungs-Fortbildung teilzunehmen. Ihre bereits erhaltenen Zertifikate sind selbstverständlich weiterhin gültig.
Die Teilnehmenden sollten außerdem in der Lage sein, ein Video aufzunehmen und am Laptop abzuspielen.

Module:

Modul 1: 
„Können Fische gähnen?“ (Ramona Noll)
Frage- und Modellierungsstrategien:
Diese Strategien zielen darauf ab, Reaktionen bei den Kindern hervorzurufen und ihnen ein sprachliches Modell zu bieten. Sie sollen nicht nur intuitiv, sondern bewusst von den Fachkräften eingesetzt werden, um die kindliche Sprachbildung systematisch zu unterstützen.

Modul 2:
„Was macht die Bluse zu einer Bluse?“ (Nicole Ling)
Strategien zur Konzeptentwicklung: Ziel des Einsatzes dieser Strategien ist es, bei Kindern an bereits vorhandene Konzepte anzuknüpfen und sie zu unterstützen, neue aufzubauen. Die Fachkraft sollte auf einem komplexeren Anregungsniveau Gespräche beginnen und so ein vertieftes Auseinandersetzen mit einem Thema ermöglichen. Sie geht dabei auf die Erfahrungen des Kindes ein und regt es an, Zusammenhänge zu erkennen.

Modul 3:
„Tann ich Tuchen haben?“ (Nicole Ling)
Rückmeldestrategien:
Die einfachen Rückmeldestrategien wie Corrective Feedback, Wiederholung und Erweiterung bieten dem Kind ein gutes sprachliches Modell. Die komplexen Rückmeldestrategien regen das Kind zum Nachdenken und Sprechen über das eigene Denken und Lernen an. Dazu gehören wirkungsvolle Rückmeldungen wie Denken sichtbar machen, in Frage stellen und Irritieren sowie Denk- und Lerngerüst geben.
 
Modul 4:
„Die kleine Raupe Nimmersatt“ (Nicole Ling)
Lesesituationen:
Hierbei gilt die Lesesituation vorrangig als Impulsgeber für das Gespräch mit dem Kind. Da diese Situation gut vorbereitet werden kann, eignet sie sich hervorragend für die Einführung und Erprobung der Sprachförderstrategien und ist für die Qualifizierung ein zentraler Bestandteil.

Modul 5:
„Meine Lieblingsroutine im Kita-Alltag!“ (Nicole Ling)
Routinesituationen:
Aus der Fülle von wiederkehrenden, fast gleich ablaufenden Situationen können gesprächsanregende Interaktionen immer wieder bewusst gestaltet werden. Die Kinder können während Routinesituationen bereits früh die Initiative ergreifen und über für sie bedeutsame Themen und Erlebnisse berichten.

Modul 6:
„Bewegung, Mathematik, kreatives Gestalten“ (Ramona Noll)
Gezielte Aktivitäten:
Bei gezielten Aktivitäten steht meist ein bestimmter Inhalt je nach Bildungsbereich im Mittelpunkt. Diese Aktivitäten bieten nicht nur die Möglichkeit, fachliche, sondern auch bildungssprachliche Ziele zu erreichen. Die Fachkraft kann ihren sprachlichen Input zielgenau vorbereiten, um die Kinder in ihren sprachlichen Kompetenzen zu unterstützen.

Modul 7:
„Heute spielen wir Eisdiele!“ (Ramona Noll)
Symbol- und Rollenspiele:
Das zentrale Mittel zur Erzeugung von Fantasie ist die Sprache. Im Alter von drei bis sechs Jahren sprechen Kinder während des Rollenspiels auf einem höheren Niveau als in anderen Situationen und handeln und sprechen bereits in der Zone der nächsten Entwicklung. Kinder erhalten durch die Fachkräfte die Gelegenheit, neue Formulierungen und Begriffe im Spiel auszuprobieren.

Modul 8:
„Was machst du da?“ (Ramona Noll)
Spontane Sprechanlässe:
In sich zufällig ergebenden Situationen kann das Interesse des Kindes besonders gut für die Sprachbildung genutzt werden. Vorausgesetzt, die Fachkraft ist präsent, reagiert zugewandt und lässt die Situation zu einem Gesprächsanlass werden.

Modul 9:
(Nicole Ling)
Markt der Möglichkeiten, Reflexion und Zertifikatsübergabe

Ramona Noll, Dipl.-PädagoginNicole Ling, Erzieherin, Sprachförderkraft, Trainerin Haus der kleinen Forscher 
G550 
 
135,00
(vorbehaltlich der Landesförderung) (0 UStd.) Eine kostenlose Stornierung ist bis drei Wochen vor Veranstaltungsbeginn möglich.
min. 10 - max. 20
KreisVolkshochschule Neuwied e.V. - 02631-347813

Weitere Veranstaltungen von Nicole Ling

Fr 15.02.19
09:00 - 16:00 Uhr
St. Katharinen
Mo 18.03.19
09:00 - 16:00 Uhr
Neustadt/Wied